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[19.05.2011] Im Rahmen der Aktion "Neue Wege zur Kunst" erhält Eschweiler ein neues Kunstwerk.

Bürger dürfen abstimmen und mitbestimmen. Später beschweren gilt diesmal nicht.

Eschweiler Zeitung / Eschweiler Nachrichten vom 19.05.2011
von Nicola Gottfroh

Eschweiler. Lange Zeit war Eschweiler arm an Kunst. Das findet Manfred Lohre, Vorsitzender des Kunstvereins der Stadt. "Glücklicherweise hat sich das in den letzten Jahren geändert", erklärt er. Denn seit es das Projekt "Neue Wege zur Kunst" gibt, dürfen sich die Indestädter und Besucher über zahlreiche Kunstwerke in der Stadt erfreuen. Jetzt soll ein neues hinzukommen.

Unter dem Motto "Kunst gehört dorthin, wo Menschen zusammenkommen" findet in diesem Jahr das Kunstevent des Vereins statt. Und natürlich soll auch diesmal ein bleibendes Kunstwerk für die Stadt entstehen. Um das perfekte Objekt für Eschweiler zu finden, wurde ein Wettbewerb ausgeschrieben.

18 Künstler aus der näheren und weiteren Region haben Werke entworfen - jedes einzelne mit eigenem Charakter und Charme. Dabei ist fast alles: Objekte aus Holz oder Stahl, abstrakte Körper oder klar erkennbare Gebilde.

Welches dieser Stücke nun ab September seinen neuen Bestimmungsort, den Platz vor der Volkshochschule in der Innenstadt, schmücken wird, entscheidet eine fachkundige Jury: Eine Stimme darf ein Kunstexperte abgeben, eine der Kunstverein, die Sparkasse Eschweiler und die Kulturstiftung der Sparkasse - sie werden das Objekt finanzieren - besitzen zusammen eine Stimme, so wie auch das Rathaus und ein Redakteur unserer Zeitung.

Doch auch die Eschweiler selbst haben Mitspracherecht, denn ein Votum dürfen die Bürger abgeben. Dazu läuft derzeit eine Abstimmung in der Sparkasse, in deren Foyer alle Entwürfe ausgestellt sind. "Uns ist es wichtig, dass die Bürger selbst mitentscheiden", sagt Lohre und fügt lachend hinzu: "So darf sich auch später niemand beschweren, wenn ihm das Kunstwerk nicht gefällt."

Die Abstimmung ist kinderleicht: Auf einem Stimmzettel tragen die Abstimmungswilligen ihre drei favorisierten Entwürfe ein und werfen den Zettel in die im Foyer aufgestellte Glasbox. Bei der Auswertung erhalten die verschiedenen Plätze dann einen Punktewert. Der erste Wunsch erhält drei Punkte, die zweite Wahl zwei und die dritte Wahl einen Punkt. Alle Punktwerte, die ein Objekt erhält, werden anschließend addiert. "Das Kunstwerk, das von den Bürgern die meisten Punkte bekommt, ist auch das Objekt, auf das die Jurystimme entfällt", betont Monika Kendziora, Geschäftsführerin des Vereins und ergänzt: "Mitmachen darf und soll jeder."

Die Möglichkeit zur Abstimmung haben Kunstfans und diejenigen, die es noch werden wollen, noch bis zum kommenden Dienstag. Dann wird auch bekannt gegeben, welches Kunstwerk in Eschweiler entstehen wird. Die Mitglieder des Kunstvereins sind jetzt schon gespannt und auch Sparkassen-Gebietsdirektor Klaus Wohnaut und Lothar Müller, Geschäftsstellenleiter der Eschweiler Sparkasse, erwarten mit Spannung die Abstimmung. Dass sich die Bürger und die Jury für ein tolles Objekt entscheiden werden, davon sind sie überzeugt.

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