Brunnen von Bonifatius Stirnberg

Zeigt Motive der Jungenspiele, ein Maibrauch in Würselen.

[02.03.2011] Teamgeist und Engagement sind gefordert.

14 Aachener Schüler-Teams nehmen am diesjährigen Planspiel für Deutschen Gründerpreis teil.

Aachener Zeitung vom 02.03.2011

von Ines Kubat

Aachen. Ein Multifunktionshandy, das nicht nur Türen aufschließt, sondern auch an der Supermarktkasse den Einkauf bezahlt? Solarzellen, die im Sommer verhindern, dass sich das Auto innen zu sehr erwärmt? Oder die Haarbürste mit speziellem Griff, der die Haarpflegeprodukte direkt beim Kämmen ans Haar abgibt?

Wie ein Blick in die Zukunft wirkte die Präsentation der Unternehmensideen, mit denen rund 70 Schüler aus dem Aachener Raum an dem bundesweiten Wettbewerb zum Deutschen Gründerpreis teilnehmen. Mit genauem Blick auf aktuelle Trends haben 14 Teams Ideen entwickelt, die sie einander jetzt bei der Auftaktveranstaltung des Wettbewerbs bei der Sparkasse Aachen vorstellten.

Von Idee zur Markteinführung

Damit haben sie bereits den ersten wichtigen Schritt in dem Planspiel gesetzt, bei dem von den Teilnehmern ein ausgereifter Businessplan von der Ideenentwicklung bis hin zur fiktiven Markteinführung verlangt wird.

Zum zwölften Mal wird der Deutsche Gründerpreis für Schüler von "Stern", ZDF sowie Porsche und der Sparkasse ausgerichtet. "Bis Mitte Mai bekommen die Schüler neun Aufgaben gestellt", erklärte die Spielleiterin der Sparkasse, Svenja Kirchhoff. Von der Marketingstrategie über die Finanzierung bis zur Untersuchung der Märkte wird dabei verlangt, die Praktikabilität der Idee auf Herz und Nieren zu prüfen und einen konkreten Realitätsbezug herzustellen.

Teilnehmen können Schüler im Alter zwischen 16 und 20 Jahren. Als einmalige Ausnahme, wie Kirchhoff betonte, treten diesmal auch vier Teams der 8. Klasse unter den gleichen Bedingungen an, da sie im Wirtschaftsunterricht Teil eines Pilotprojektes sind.

Auch das Gewinnerteam des vergangenen Jahres stand den Teilnehmern bei der Vorstellung Rede und Antwort: Mit ihrer Idee eines digitalen Geräts, das Musikern des lästige Umblättern der Seiten abnimmt, gewannen die drei damaligen Abiturienten Tobias Burgholz, David Muschiol und Robert Meyer nicht nur im Raum Aachen, sondern überzeugten die Jury auf Landesebene und erreichten unter über 1.000 anderen Teams bundesweit sogar den 4. Platz. Ihnen standen wie den diesjährigen Teilnehmern nicht nur Coaches, also zumeist die Fachlehrer, sondern auch Paten, die selbst Unternehmer sind, zur Seite.

Als Lohn für ihre Mühe winken den Gewinnerteams nicht nur zahlreiche Geld- und Sachpreise auf regionaler, Landes- und Bundesebene, zudem verbringen die fünf Siegerteams auch ein Wochenende im sogenannten Futurecamp, das zur beruflichen Weiterqualifizierung der Jugendlichen beitragen soll.

Viel wichtiger allerdings als die Preise sind laut Heribert Funke, Leiter der Abteilung "Investitionsförderung", die Erfahrungen, die die Schüler sammeln können: Durch das erforderte Maß an Teamgeist, Kreativität, Verantwortung und Engagement werden bei den Jugendlichen die eigenen Fähigkeiten gestärkt, ihre Flexibilität erhöht und wirtschaftliches Know-How spielerisch gefördert.

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