"Ne Sömmer Kraremann"

Skulptur von K. Gehlen in Simmerath: Geschäftsmann/Bauer.

[26.06.2010] Warmer Geldregen für engagierte Vereine

Sparkasse Aachen schüttet 20000 Euro aus der Lotterie "PS-Sparen" aus. Zehn Institutionen in der Stadt erhalten einen Zuschuss

Aachener Zeitung / Aachener Nachrichten vom 26.06.2010

Eschweiler. Es war ein sehr erfreulicher Anlass für alle Beteiligten: Die einen durften Geld verschenken, die anderen freuten sich über eine kräftige Finanzspritze für ihren Verein. Im Rahmen einer Sonderaktion der Sparkasse Aachen aus der Lotterie "PS-Sparen" übergab Gebietsdirektor Klaus Wohnaut am Donnerstag insgesamt 20.000 Euro an Vereine und Einrichtungen in Eschweiler.

Das Treffen fand im Rathaus statt, und das hatte seinen Grund: Der Sparkassenvorstand hatte Klaus Wohnaut gebeten, eine Liste jener Vereine zu erstellen, die in den Genuss einer-Spende kommen sollten. Diese Auswahl traf er dann gemeinsam mit Bürgermeister Rudi Bertram, der die Gäste am Donnerstag in seiner Eigenschaft als "Hausherr" begrüßte. Die Stimmung war locker, schließlich hat der Bürgermeister äußerst selten Gelegenheit, Geld zu verschenken, ohne dass gleich wieder über den städtischen Haushalt debattiert werden müsste. Und so verband er sein Lob für den Einsatz der Vereine mit der - nicht neuen - Kritik, dass immer mehr an sich öffentliche Aufgaben an Ehrenamtler abgestoßen würden.

Bertram: "Ohne dieses Engagement wäre das soziale Gefüge in unserer Stadt schon längst den Bach runter gegangen." Die Spenden seien als Unterstützung für die Vereine gedacht, aber auch als "Dankeschön für ihr gutes Tun in dieser Stadt" - verbunden mit der Bitte, "in ihrem Engagement nicht nachzulassen". Er dankte auch der Sparkasse Aachen, die durch ihre großzügigen Zuwendungen dieses Wirken zum Wohle der Allgemeinheit tatkräftig fördere.

Klaus Wohnaut, der Gebietsdirektor für Eschweiler und Stolberg ist, erklärte den Gästen, dass aus den Mitteln dieses Sondertopfes bewusst keine Sportvereine bedacht worden seien. Schließlich habe die Sparkasse in diesem Jahr bereits 130.000 Euro je zur Hälfte in Eschweiler und Stolberg an solche und andere Vereine ausgeschüttet. "Und weil noch etwas übrig war", habe er mit den Bürgermeistern beider Kommunen gemeinsam überlegt, wer den nun in den Genuss der insgesamt 40.000 Euro kommen solle. Bei den 20.000 für Eschweiler waren sich Wohnaut und Bertram schnell einig, jeder brachte seine Ideen ein. Das Ergebnis war jene "bunte Runde" (Wohnaut), die am Donnerstag im Eschweiler Rathaus zusammenkam. "Wir freuen uns, dass wir das heute verteilen können und hoffen, dass dies für ihre Einrichtungen eine schöne Hilfe ist."

Insgesamt zehn Vereine, die in Eschweiler tätig sind, wurden mit einer Geldspende bedacht. Die Umschläge überreichte der Gebietsdirektor den Vereinsvertretern jeweils einzeln und erläuterte dazu kurz, warum gerade diese und jene Institution in die Auswahl gekommen war. Folgende Vereine wurden bedacht: der Eschweiler Ortsverband des Kinderschutzbundes, der Förderverein des Caritas-Behindertenwerks, die Städtische Musikgesellschaft, die Arbeiterwohlfahrt Eschweiler-Mitte, der Förderverein der Eduard-Mörike-Schule, der Förderverein der Stadtbücherei, die Fördervereine des Städtischen Gymnasiums und der Liebfrauenschule, der Förderverein für die Rehabilitation psychisch Kranker und Behinderter und der Eschweiler Kunstverein.

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